Klettern – die moderne Fitnesssportart

Waren es früher nur die hartgesottenen Kletterer, die in staubigen, oft kleinen Boulderräumen ihre Maximalkraft aufbauten, trifft man nun mehr und mehr Freizeitsportler, die zur Abwechslung neben dem Joggen und Radfahren auch gelegentlich Bouldern gehen. (Christoph Gabrysch – Panorama 4/2016 )

Wie unterscheidet sich Klettern vom Bouldern?

Beim Klettern sind die Wände so hoch, dass eine Seilsicherung erforderlich ist. Das heisst beim Klettern ist immer ein Seilpartner erforderlich. Gegenseitiges Vertrauen und hohes Sicherheitsbewußtsein sind die Grundvoraussetzungen beim Klettern. Man klettert längere Strecken und trainiert die Kraftausdauer am ganzen Körper. Auch wenn die Kletterwände in der Halle nur max. 15m hoch sind erlebt man „Höhe“.

Bouldern entwickelt sich zum attraktiven Fitness- und Freizeitsport, zumal das Training mit dem eigenen Körpergewicht stark im Kommen ist. Es gibt viele Gründe für die rasante Entwicklung des Boulderns:

  • Die Einstiegsschwelle ist sehr gering. Man benötigt lediglich ein Paar Kletterschuhe die man auch ausleihen kann – und los gehts.
  • Bouldern ist ungefährlich und man benötigt kein spezielles Wissen über Seiltechnik und keine Sicherheitstraining.
  • Man benötigt keinen Partner und kann, wenn man gerade Lust hat, in die Halle zum Bouldern gehen.
  • Man trifft sich in der Boulderhalle und kommt leicht ins Gespräch – Bouldern ist kommunikativ
  • Die Räumlichkeiten in modernen Boulderhallen sind offen und hell. Teilweise kann man bei Boulderwänden oben aussteigen und muss nicht mehr abspringen.
  • Bouldern ist ein Sport für die ganze Familie bei dem Kinder und Erwachsene sich gemeinsam bewegen und Spaß haben.
  • Für den Tourismus ist Bouldern eine sportliche Alternative an Schlechtwettertagen.
  • Bouldern ist ein spannender und attraktiver Wettkampfsport. Die Sektion Überlingen hat viele Jahre am Landungsplatz den deutschen Bouldercup veranstaltet mit großer Publikumsresonz.
  • Bei der Olympiade 2020 in Tokio wird Bouldern mit dabei sein.

Seilklettern macht Spaß und ist erlebnisintensiv

Klettern erfreut sich heute einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Klettern ist ein Trendsport, der Körper und Geist gleichermassen trainiert. Neben dem Klettern am natürlichen Fels ist das Klettern an Kunstwänden in Indoor‐Kletteranlagen ein attraktives Freizeitangebot, welches grundsätzlich gefahrlos sowie wetter‐ und jahreszeitlich unabhängig betrieben werden kann.

Klettern macht Spass und ist erlebnisintensiv. Beim Klettern sind bei der spezifischen Partnersicherung “Vertrauen gewinnen” und “Verantwortung übernehmen” zentrale Voraussetzungen.

Beim Klettern werden alle Muskeln beansprucht. Klettern ist eine ganzheitliche Tätigkeit, welche auch therapeutisch und schulisch genutzt wird.

Klettern kann in jedem Alter betrieben werden. Eine Kletterhalle ist ein Begegnungsort verschiedener Generationen und sozialer Schichten.

Wie unterscheidet sich Indoor-Klettern vom Outdoor-Klettern

Klettern in der Halle ist deutlich ungefährlicher als draussen an natürlichen Felsen. Es gibt viel mehr Sicherungspunkte, keine Wetterstürze und kein Steinschlag. Indoor-Klettern hat sich zum Breitensport entwickelt und viele Kletterer gehen erst im zweiten Schritt an natürliche Felsen. Durch das regelmäßige Klettern vor Ort in der Halle wird die Technik und die Kraftausdauer trainiert für die großen Herausforderungen in den Alpen.